Glen Blog

Neues aus Wald und Bastelbude

Autor: Claudia

Das Texelschaf, Kardiertechniken und der Rocken

Schon vor einigen Wochen habe ich über Facebook (welch unerschöpfliche Quelle…) gewaschenes Texelschaf geschenkt bekommen. Dieses Wochenende nun hatte ich endlich Zeit, mich diesem gebührend zu widmen…


Ein Blick in das kürzlich erworbene „The Fleece an Fiber Sourcebook“ (absolut empfehlenswertes Buch!) brachte folgendes zu dieser Rasse zutage:
Das Texelschaf ist nach der niederländischen Insel Texel benannt, auf welcher es in der Mitte des 18. Jh. aus einer Kreuzung aus Lincoln- und Leicester Longwool- Schafen entstand. Ziel der Kreuzung war es, ein hochwertiges Fleischschaf zu züchten. Als übliche Mikronwerte werden 27-28 angegeben. (eigene Übersetzung, im Buch steht noch deutlich mehr 😉 ) Weiterlesen

Ausflüge ins Experimentelle

Man sagt mir ja eine gewisse Faszination für Historisches nach… (surprise, surprise!)
Da ist es ja recht naheliegend, dass mich das Wolle-Verarbeiten natürlich auch aus einer gewissen Neugier für alles Vergangene interessiert. Der Gedanke, dass Jahrtausende lang (ja tatsächlich! Jahrtausende! 😮 ) jedes Stück Stoff in Handarbeit entstanden ist, lässt mich immer wieder voll Bewunderung – gespickt mit einem Hauch Entsetzen – zurück. Erst wenn man selbst einmal 100 gr Wolle komplett selbst produziert hat, kann man ermessen, wie viel Arbeit all das gemacht hat. (Ich guck jetzt besser nicht in meinen Kleiderschrank… die Wertschätzung für Kleidung steigt jedenfalls…) Weiterlesen

Ein Paket aus Island

Pakete bringen Freude. In diesem Fall kam sie in Form zweier Vliese vom Islandschaf, ein Geburtstagsgeschenk meines Vaters für mich.

Beinahe 5 Kilo Wolle der besonderen Art:
(Wikipedia spricht:) Das Islandschaf ist eine Schafrasse, die zu den Nordischen Kurzschwanzschafen zählt. Islandschafe sind mittelgroß, haben in der Regel kurze Beine und sind kräftig gebaut. Die Wolle der Islandschafe kann 17 verschiedene Farbtöne von weiß über braun bis schwarz annehmen und weist zwei unterschiedliche Fasersorten auf: die Deckhaare, die Tog genannt werden, und die Unterwolle namens Þel (Thel). Das Tog besteht aus mitteldicken Haaren (> 27 Mikrometer Durchmesser, kurz Mikron) und taugt eher zu Nähgarn; die feineren Fasern des Þel sind nur etwa 20 Mikron dick, sind also sehr weich – ab 25 Mikron und weniger kann die Wolle von den meisten Menschen direkt auf der Haut getragen werden. Weiterlesen

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