Glen Blog

Neues aus Wald und Bastelbude

ein Grill für Ganze Tiere

Das ein oder andere Tier wurde bei uns schon gegrillt. Meist auf Provisorien mehr oder weniger direkt auf dem Boden. Es wurde Zeit das zu ändern, Rechteckrohr lag noch im Keller und es liefen mir ein paar alte Stahlfelgen zu. Da sollte sich dich was draus machen lassen. Als erstes wurden die Felgen halbiert und etwas erleichtert:

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Evolution (m)einer Rahmenlehre

Lehren machen einem das Leben leichter, klingt fast philosophisch, ist aber so, vor allem, wenn es um (Wiederhol-)Genaueigkeit geht. Man kann einen gemufften (Fahrrad)Rahmen auch auf einer Zeichnung und ebenen Unterlage machen oder mit zwei Latten und nem Laufrad, doch schon beim ungemufften Rahmen wird es schwierig.
Daher sind auch bei mir im Laufe der Zeit verschiedene Lehren entstanden und immer wieder geändert oder neue gebaut worden.

Fangen wir mit der ersten Lehre an.

Ein einfacher Rahmen aus Alu-Profilen (40×80)

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Kleinteile sind auch Mist

und müssen irgendwo hin…

Doch zunächst brauchte ich noch Aufnahmen für meinen Messerkopf und die Scheibenfräser…
Die SK Aufnahmen, die ich dafür angeschafft hatte waren leider zu lang und mussten ein wenig gekürt werden. Also ab in die Drehbank damit und nen bisschen Hartdrehen, eingesaut war die Drehe so wie so schon…

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Kühlmittel-Kreislauf für Igor

Moderne Wendeplatten oder VHM-Werkzeuge transportieren Vertragen mehr Wärme als klassische HSS Werkzeuge, hinzu kommt, dass diese mehr mit dem Span wegtransportiert wird. Daher war ich lange der Meinung keinen Klassischen Kühlmittelkreislauf auf zu bauen, sondern eher trocken oder mit einer Minimalmengen-Schmierung zu arbeiten. Dann warf ich die Maschine mal mit der erforderlichen Drehzahl an:

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CAM Postprozessor für die Sinumerik 810M

Jetzt bin ich ja kein ausgebildeter Zerspaner und komplexere Teile auf dem alten System zu programmieren, ohne wirklich zu wissen was man macht, ist nicht unbedingt die beste Idee. Nen bisschen CAD konnte ich ja schon, dann lief mir Fusion360 über den weg. Für private Nutzung kostenlos und hat auch gleich nen CAM System mit an Bord. Nach einer weile Suchen habe ich auch einen Postprozessor (PP) für die Sinumerik 810M bekommen, dieser wurde von Andreas P für seine Maschine geschrieben und habe mit das ganze an meinem Maschine angepasst. Die Postprozessoren sind in Javascript geschrieben und lassen sich daher relativ leicht anpassen.
Ich habe mir den PP dahingehend angepasst, dass meine Maschine einen Indextisch hat und ich beim starten des PP einstellen kann ob Seite 1 oder 2 unter der Spindel sein sollen.  Daher müssen ein paar Zeilen ergänzt werden, zunächst im Bereich der „user-defined properties“, der Einfachheit habe ich gleich die beiden Zeilen für den Werkzeugwechsler mit rein geworfen, dazu aber später.

1
2
3
useToolChanger: true, // specifies that a tool changer is available
sizeToolChanger: 12, //number of tools in your tool changer
indexTable: 1, //Side of index table under Spindle };

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Ein Wolf für Claudia

Dem geneigten Leser dieser Seite dürfte auffallen, das mein Gebiet die festen Werkstoffe sind, während Claudia eher zu den Faserwerkstoffen neigt. Doch manchmal Treffen sich unsere Welten…

In diesem Fall geht es um einen Wolf oder Wool Picker. Neben Geräten für den professionellen bzw. industriellen Einsatz gibt es für den Hobbyanwender mehr oder weniger zwei Bauweisen. Eine, nennen wir es mal Schwenk- oder Schaukelbauweise, die Recht leistungsfähig ist, da man hier Schwung und Masse des Wolfs optimal nutzten kann. Aber so ein Wolf benötigt auch mehr Platz. Die zweite Variante ist eine Kastenbauweise, diese erfordert etwas mehr Kraft, aber lässt sich relativ gut verstauen. Und da ich die meisten Flächen in unserer Hütte mit meinen Maschinen belegen will, wurde es ein Wolf in Kastenbauweise.

Kernstück eines jeden Wolfes sind Zinken, die gegenläufig stehen und zwischen denen die Wolle zerpflückt und aufgelockert wird. Dadurch lässt sie sich, von grobem Schmutz befreit, später besser weiter verarbeiten. In diesem Fall sollen die Zähne im 45° Winkel zur Bewegungsachse stehen und es kommen simple Nägel zum Einsatz. Damit das Holz nicht gesprengt wird, muss vorgebohrt werden, also habe ich mir für meine Bohrfräse eine einfache Auflage aus Holz gemacht.

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Das Texelschaf, Kardiertechniken und der Rocken

Schon vor einigen Wochen habe ich über Facebook (welch unerschöpfliche Quelle…) gewaschenes Texelschaf geschenkt bekommen. Dieses Wochenende nun hatte ich endlich Zeit, mich diesem gebührend zu widmen…


Ein Blick in das kürzlich erworbene „The Fleece an Fiber Sourcebook“ (absolut empfehlenswertes Buch!) brachte folgendes zu dieser Rasse zutage:
Das Texelschaf ist nach der niederländischen Insel Texel benannt, auf welcher es in der Mitte des 18. Jh. aus einer Kreuzung aus Lincoln- und Leicester Longwool- Schafen entstand. Ziel der Kreuzung war es, ein hochwertiges Fleischschaf zu züchten. Als übliche Mikronwerte werden 27-28 angegeben. (eigene Übersetzung, im Buch steht noch deutlich mehr 😉 ) Weiterlesen

Igor wird wiederbelebt

Nun steht die Chiron, die ab jetzt auf den Namen Igor hört, in der Werkstatt… was folgt ist ein gewisse Ratlosigkeit, denn ich habe eigentlich keine Ahnung, meine E-Technik-Vorlesung ist gefühlte Jahrhunderte her und die Schaltpläne doch etwas umfangreicher als die man in den Grundlagenvorlesungen durchgeht. OK eigentlich sind es nur Stromlaufpläne trotzdem erschlagen sie einen erst mal.
Die Maschine wurde an seinem früheren Standort recht radikal abgebaut. kurz es wurden alle Kabel zur Stromversorgung un den Nebenaggregaten durchgeschnitten, danach stand Igor eine Ganze weile in einer Scheune, bevor er zu mir kam. Das erschwerte die Inbetriebnahme ein Wenig, denn alle Signale der Nebenaggregate (Späneförderer, Papierbandfilter, Kühlmittelkreislauf, Hochdruckpumpe) fehlten der Maschine ja und teile davon waren teil des Notaus-Systems.  dazu entsprach der Notaus-Schaltkreis nicht mehr den Stromlaufplänen, daher verbrachte ich zunächst sehr viel Zeit damit gekappte Leitungen zu überbrücken und Stromlaufpläne zu korrigieren. Dennoch wollte Igor nicht so richtig daher griff ich zu recht radikalen mitteln ich überbrückte den Notauskreis komplett, vielleicht war das Relais ja im Eimer, doch dann geschah etwas erstaunliches…

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Ausflüge ins Experimentelle

Man sagt mir ja eine gewisse Faszination für Historisches nach… (surprise, surprise!)
Da ist es ja recht naheliegend, dass mich das Wolle-Verarbeiten natürlich auch aus einer gewissen Neugier für alles Vergangene interessiert. Der Gedanke, dass Jahrtausende lang (ja tatsächlich! Jahrtausende! 😮 ) jedes Stück Stoff in Handarbeit entstanden ist, lässt mich immer wieder voll Bewunderung – gespickt mit einem Hauch Entsetzen – zurück. Erst wenn man selbst einmal 100 gr Wolle komplett selbst produziert hat, kann man ermessen, wie viel Arbeit all das gemacht hat. (Ich guck jetzt besser nicht in meinen Kleiderschrank… die Wertschätzung für Kleidung steigt jedenfalls…) Weiterlesen

Ein Paket aus Island

Pakete bringen Freude. In diesem Fall kam sie in Form zweier Vliese vom Islandschaf, ein Geburtstagsgeschenk meines Vaters für mich.

Beinahe 5 Kilo Wolle der besonderen Art:
(Wikipedia spricht:) Das Islandschaf ist eine Schafrasse, die zu den Nordischen Kurzschwanzschafen zählt. Islandschafe sind mittelgroß, haben in der Regel kurze Beine und sind kräftig gebaut. Die Wolle der Islandschafe kann 17 verschiedene Farbtöne von weiß über braun bis schwarz annehmen und weist zwei unterschiedliche Fasersorten auf: die Deckhaare, die Tog genannt werden, und die Unterwolle namens Þel (Thel). Das Tog besteht aus mitteldicken Haaren (> 27 Mikrometer Durchmesser, kurz Mikron) und taugt eher zu Nähgarn; die feineren Fasern des Þel sind nur etwa 20 Mikron dick, sind also sehr weich – ab 25 Mikron und weniger kann die Wolle von den meisten Menschen direkt auf der Haut getragen werden. Weiterlesen

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